Marktgemeinde Ottobeuren
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87724 Ottobeuren
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Infrastruktur


Der Ortsname ist mit „Ottenbeüre“ schon etwas sonderbar geschrieben, überhaupt ist die Schreibweise der Ortsnamen interessant: Ellern (heute: Eldern), Beglis (Böglins), Luipolds (Leupolz), Briechlis (Brüchlins),…



Nach einem Grenzabkommen zwischen dem Reichsstift Ottobeuren und der Reichsstadt Memmingen wurde 1717 ein Grenzstein gesetzt, um gemeinsam hier die Gemarkungslinie vom Nordwestrand des Riedes zum Haienbach nach Nordosten beim Überschreiten der…



Was ist ein Nahmen-Büchlein? In einem alten Lexikoneintrag (Adelung, 1811, S. 420) findet sich der entscheidende Hinweis „Einige haben ein Wörterbuch oder Lexicon ein Nahmenbuch nennen wollen, aber wenig Beyfall erhalten. Nach dem…



Seit 1713 gab es eine verbesserte, 1753 eine erweiterte Schulordnung. Den Familienoberhäuptern war darin „eine gute Kinderzucht“ empfohlen worden sowie die „fleißige Abschickung“ der Kinder in die Schulen. Doch die…



Mit welchen Strafen musste man in Ottobeuren ab 1783 bei „Verführung“ oder „Fretterey“ rechnen? Auch der Ein- und Auszug aus der Kirche war geregt: Das Schießen war „schärpfist verbotten“. Kritik an…



Ignaz Ambros von Amman (* 7. Dezember 1753 in Nusplingen; † 17. Januar 1840 in Dillingen an der Donau) war ein deutscher Kartograf und Landesgeometer. Amman war Fürstlich-Augsburgischer Hofkammerrat und Landesgeometer des Hochstifts…



Artikel „Ottobeuren“ (S. 862 und 863) unter „Vermischte Nachrichten“ in: Nationalzeitung der Deutschen, Rudolf Zacharias Becker (Hrsg.), Gotha, 41. Jg., 13.10.1808, S. 841 - 864 Der hier abgedruckte Artikel stellte damals…



Der vorliegende „Schuzpocken-Impfungs-Schein“ vom Juni 1809 ist ein relativ frühes Zeugnis über die erst seit August 1807 in Bayern eingeführte Impfpflicht. Entdeckt wurde die Möglichkeit einer Impfung 1771; 1796…



Die ersten topografischen Karten von Ottobeuren und den heutigen Ortsteilen - insgesamt 20 Karten von etwa 40 x 40 cm - geben spannende Details frei. Zunächst ist hier die Urkatasterkarte S.W. X.41 von Ottobeuren abgebildet (Maßstab…



Oberleutnant Josef Naus bezwang 1820 als erster die Zugspitze - um sie kartografisch zu erfassen. 1800 war mit der Gründung des Bureau topographique militaire de l'Armée (ab 1801 nach dem Abzug der Franzosen das Topographische Bureau…



Nach der Säkularisation wurden alle Grundstücke neu erfasst und bewertet. In den Liquidationsakten werden alle Hausnummern erfasst, die Bewohner - einschließlich der sozialen Verhältnisse, der Hausname und alle zugehörigen…



Um Schreinermeister werden zu können, musste sich der 1821 geborene Joseph Anton Fröhlich drei Jahre auf Wanderschaft begeben. Am Königlich Bayerischen Landgericht Ottobeuren stellte man ihm hierfür im August 1841 ein Wanderbuch…



Ein am 13. März 1849 verfasster Brief des königlichen Landgerichts Ottobeuren an die Landeskanzlei Appenzell hatte ein Erbschaftssache zum Inhalt. Der Brief ist ein sehr früher Beleg für den Poststempel OTTOBEUERN. Erstaunlich ist…



Als Beilage zu den beiden Katasterkarten „S. W. IX und X 41“ wurde dieser Ortsplan des „Königlichen Landgerichts Ottobeuren“ von einem „Melchior“ neu graviert – und ist 2016 digital wieder in voller…



Nach sieben Jahren Werktagsschule in Hofs bekam Rosalia Leuchtle ihr Abschlusszeugnis. Neben den Lehrern und dem Distriktsschulinspektor unterzeichnete auch Pater Hermann Koneberg aus der Abtei Ottobeuren als Lokalschulinspektor das Zeugnis. Rosalia…



Eine wunderbare Zeichnung aus dem Archiv der Marktgemeinde Ottobeuren fand zur Wanddekoration ihren Weg ins Bauamt. Wolfgang Maier fand sie kurz vor dem Abriss beim Ausräumen in der Alten Post und brachte sie Eduard Schneider. Der wiederum gab…



Landkarte aus dem Atlas von Victor Adolphe Malte-Brun: L'Allemagne illustrée: Géographie, Histoire, Administration, Statistique, Bd. 6 (Atlas), Bildtafel 47, Éditions Joules Rouff, Paris, 1885 - 88

Victor Adolphe Malte-Brun (25.11.1816 -…



Die beiden Portraits sind zwar weder beschriftet, noch datiert. Und dennoch sind sie sehenswert: zum einen, weil sie aus dem Atelier von Johann Nepomuk Braun (1836 - 1914) stammen und so zu den ältesten Ottobeurer Aufnahmen gehören, zum…



Schrannenmeister Josef Plersch führte jeden Donnerstag über den Bestand an Getreide Buch (Schrannenausweis) über die neue Zufuhr, den Bestand sowie die verkaufte Menge.Gehandelt wurde mit Kern (enthülster Dinkel), Haber (Hafer),…



Zwei Jahrgänge der Knabenschule Ottobeuren mit 69 Schülern posierten 1893 vor dem Schulgebäude(heute Haus des Gastes). Ein paar Gesichter lassen sich zuordnen: Wer die beiden Erwachsenen sind ist noch unklar, der weltliche Lehrer…



Die Gundlage für das heutige Sportbad wurde zwischen 1936 und 39 gelegt. Doch auch vorher gab es schon Möglichkeiten zum Schwimmen bzw. Baden. An der Stelle, wo heute der Eingangsbereich ist, befand sich seit 1913 ein einfaches Becken. Das…



Das Amtsgericht Ottobeuren war ein von 1879 bis 1931 bestehendes bayerisches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in Ottobeuren. Die Übersichtskarte aus dem Jahr 1897 (Maßstab 1:100.000) zeigt die Abgrenzungen des damaligen…



Nicht nur eines der unzähligen Fotos mit Blick auf Marktplatz und Klosterkirche: Der genauere Blick zeigt eine Szene mit zehn Kindern und sieben Erwachsenen auf dem Marktplatz, alle im besten Sonntagsstaat, sogar die Buben tragen Hüte. Auch…



Der Kommentar im Ottobeurer Wochenblatt vom 28.09.1900 brachte es auf den Punkt: Wasserleitung und Kanalisation haben wir schon längst, elektrisches Licht haben wir jetzt auch, die Eisenbahn wird in einigen Tagen eröffnet – was wollen…



Anlässlich der Aufnahme des Probebetriebs auf der neuen Eisenbahnlinie Ottobeuren - Ungerhausen war im Rahmen einer Festveranstaltung von Auguste Beck ein Gedicht vorgetragen worden, das im Ottobeurer Wochenblatt vom 19.11.1900 - einem "vielseitigen…



Die Schranne war im Rathaus untergebracht. Dort wurde jeden Donnerstag Getreide gehandelt. Wie das von statten ging, regelte die Schrannenordnung. Hier abgedruckt ist Fassung von 1901, die Bürgermeister Anton Frey samt der…



Am 3. Januar erschien die erste Ausgabe des Ottobeurer Wochenblatts des Jahres 1903, die erste von 147. Die hier abgebildeten Seiten stammen aus der Nummer 2 vom 8. Januar und dokumentieren einen Überblick über das Wetter des Jahres 1902…



Die vom Gemeindewaisenrat in Buxheim nach Ottobeuren geschickte Postkarte (mit Dienstpost-Marke) dokumentiert die Wohnsitzverlegung des zweijährigen Friedrich Gundwolf in unsere Gemeinde. Der Text lautet:Buxheim, den 29.1.1906.V.V.…



Am 2. Januar erschien die erste Ausgabe des Ottobeurer Wochenblatts des Jahres 1908, die erste von 149. Die hier abgebildeten Seite stammt aus der Nummer 2 vom 4. Januar und dokumentiert den eifersüchtigen Streit um den - von Memmingen aus…



Der Adolf Fergg-Verlag hat durch diese Ansichtskarte sicherlich mit einem gewissen Stolz den Anschluss Ottobeurens an die Welt dokumentiert. Sie wurde vermutlich zwischen 1900 und dem 1. Weltkrieg herausgegeben (ein Beleg derselben Karte ist 1914…



37 Militärmusiker posieren am Bahnhof Ottobeuren vor ihrer Heimereise nach Passau, darunter (in der ersten Reihe genau in der Bildmitte) der gefeierte Dirigent, Obermusikmeister Blasius Pöll. Das Gebäude links im Hintergrund ist das…



Was kann an einem Mitgliederverzeichnis so spannend sein, damit es sich lohnt, sich näher damit zu befassen? Es ist eine ganze Menge, was da zusammenkommt: Den Familiennamen ist in der Regel auch der Beruf zugeordnet, 63 verschiedene Berufe*…



Die Aufnahme der Aussegnungshalle auf dem Ottobeurer Friedhof ist vor etwa 100 Jahren entstanden. Man sieht noch die schöne Stuckeinrahmung des mittleren oberen Fensters (mit den Buchstaben „RIP“ für requiescat in pace - Ruhe in…



Vordergründig weist die Karte auf Informationen über die Elektrifizierung eines Ottobeurer Betriebes, auf den zweiten Blick lenken die Texte sowie die Adresse die Aufmerksamkeit dann aber auf das Kriegsgeschehen sowie auf das Thema des…



„Klostermeggel“ gab es von 1855 bis ca. 1974, doch außer Erzählungen von älteren Ottobeurern über die wenigen Begegnungen mit den ansonsten recht isoliert lebenden Knaben ist kaum etwas über sie bekannt. Etwas…



Diese Karte an die Heubezugsstelle München legt Zeugnis ab über ein Stück Kriegslogistik. Die Versorgung der Truppe musste gewährleistet werden und alles Verwertbare wurde erfasst und verplant. Die Karte dokumentiert einen…



Das Gebäude an der Ecke Karl-Riepp-Straße/Ottostraße wird heute noch als „Alte Apotheke“ bezeichnet. Als Apotheke wurde das Haus von der Familie Beck vermutlich bis in die 1930er Jahre betrieben, bevor man auf den…



Eine schöne Künstlerkarte vom Marktplatz aus dem Atelier von Eugen Felle (04.09.1869 - 21.03.1934; Isny). Die Federlithografie mit dreifarbigem Unterdruck zeigt eine Ansicht von 1917. In der Platzmitte steht das - heute verschollene -…



Anhand des Gebäudes lässt sich nicht mehr erkennen, welche Nutzung hier heute stattfindet. Josef Kohler kam 1922 von Westerheim nach Ottobeuren, um hier Maria Kohler (eine geborene Haupeltshofer, von der Schmiede) zu heiraten und sich eine…



Der Platz auf der Rückseite reichte für die Briefmarken nicht mehr aus: Sechs Briefmarken á 500 Millionen Mark waren bereits verklebt, da musste die Bildseite für weitere zwei Milliarden Mark herhalten. Insgesamt betrug das…



Frankiert ist der Brief der Buttergroßhandlung von Alois Kudermann nominell mit 60 Milliarden Mark. Die vorliegende Frankatur war vom 20. - 30.11.1923 möglich. Nachdem die Hyperinflation auch vor der Post nicht halt machte, war seitens…



Das Ottobeurer Volkblatt berichtete über mehrere Beschlüsse des Marktgemeinderats vom 28.12.1925, darunter die Erhöhung der Mittel für die „Ortsarmensammlung“, den Beitritt zum…



Das Ottobeurer Volksblatt vom 02.02.1926 berichtet auf Seite 3 über das 25-jährige Dienstjubiläum (01.02.1901 - 01.02.1926) von Postmeister Wachter. Was diesen Umstand für das Geschichtsprojekt erwähnenswert macht, ist vor…



Herausragende Häuser haben oft eine besondere Historie, so auch das Haus in der Johann-Michael-Fischer-Straße 2, das 1927/28 von dem renommierten Kemptener Architekten Andor Ákos gebaut wurde und seit der Sanierung 2009 (siehe…



Einen besonders schönen Blick von Guggenberg auf Ottobeuren bietet die Ansichtskarte aus dem Fergg-Verlag, die Frau Keller 1929 an ihre Tochter Finni in Klosterwald schrieb. Sie entschuldigt sich (in schönster Schrift), dass die schlechten…



Das Ottobeurer Volksblatt griff in seiner Ausgabe vom 18. Juni 1929 das Amtsjubiläum Adolf Ferggs auf und berichtete auf Seite 1 samt einem Bild von den ersten 10 Jahren seiner Amtszeit. Das Extrablatt von der Kommunalwahl vom 15.06.1919 ist…



Ein sehr stimmungsvolles Bild wurde hier eingefangen: Das Kreuz, das den Galgenberg markiert, steht weit im Norden der heutigen Bergstraße. Die am Sportplatz vorbeiführende Straße „Am Galgenberg“ gab es noch nicht, der…



Die Ottobeurer Zeitung druckte 1931 eine 32-seitige Sonderbeilage mit den neuen Abfahrtszeiten. Viele der hier geführten Nebenbahnen sind längst stillgelegt und abgebaut, auf manchen Trassen (Kellmünz - Babenhausen / Kempten - Isny /…



Die Umstellung von Winter- auf Sommerbier an Josefi (19. März) wurde noch abgewartet, dann begann eine für die Infrakstruktur Ottobeurens wichtige Baumaßnahme: der Abriss des alten und Aufbau eines neuen Hotelgebäudes. Die…



75 adrett gekleidete und großteils fröhliche Mädchen versammelten sich am Beginn des Schuljahres 1933/34 (früher: nach Ostern) zum Klassenfoto . Als Lehrerin hatten sie Schwester Clotildis Triebenbacher OSF. Vier der Mädchen…



Die Heimatblätter waren eine Beilage zum Ottobeurer Volksblatt (bis 1909 Ottobeurer Wochenblatt). Hier der Jahrgang 1935, der neben heimatkundlichen Dingen auch viele allgemeine Themen enthielt. Natürlich gibt es die klassische…



Briefe, die per Zeppelin befördert wurden, waren immer etwas besonderes, zumal, wenn sie bis aus den USA kamen. Rudolf Tisch betrieb vermutlich eine Silberfuchsfarm am Ort, den man auch heute noch als „Fuchsfarm“ bezeichnet (am…



Ein idyllisches Bild vom Schachenweiher im Juli 1936. Rechts steht Johann Vögele, der ab 1901 auf dem Schachen genannt wird, 1936 steht im Einwohnerbuch Josepha Weißenhorn (geb. Briechle von Brüchlins).Unter Vögele gab es noch…



Auch wenn noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen waren, so wurde das neue Sportbad in Ottobeuren ab dem 22. Juli 1937 zumindest schon zur Benutzung freigegeben. Die offizielle Einweihung fand erst 1938 statt.Hier abgebildet sind eine Reihe von…



Im Jahre 1938 veröffentlichte Hermann Köbele einen Artikel über die Ottobeurer Hausnamen, der in den ersten drei Ausgaben der Zeitungsbeilage "Lueg ins Land" des "Allgäuer Beobachters" erschien (11.02., 27.02. und 26.03.1938).
Ohne diese Vorlage…



Das Schicksal von Josef Ostler (06.02.1922 - 02.11.1940) bringt uns zu einem weiteren sehr dunklen Kapitel des Dritten Reichs: Körperlich oder psychisch Erkrankte, deren Leben der Gesellschaft keinen „Nutzen“ brachte, wurden als…



Auch die Schulen mussten sich an der Bekämpfung des Kartoffelkäfers beteiligen, wie die vorliegende Aufnahme einer dritten oder vierten Klasse dokumentiert. Eine sehr ansprechend gestaltete Broschüre wurde hierzu in den Schulen…