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1952/53 - „Zwerg Nase“ in Ottobeuren verfilmt


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Es gab eine Tüte Himberbonbons und 5 Mark als Lohn für vier Drehtage - erinnert sich Wolf Köbele, der damals einen der Zwerge spielen durfte. Das Foto von Theodor Grossbach zeigt die Statisten; die zweite von links ist seine Tochter Monika.

Die Verfilmung des gleichnamigen Märchens von Wilhelm Hauff (1802 - 1827) mit Hans Clarin (1929 - 2005) in der Hauptrolle wurde am 25. Januar 1953 in Göppingen uraufgeführt. Drehorte des schwarz-weiß-Films (35 mm, 82 Min., freigegeben ab 6 Jahre) waren Ottobeuren und Memmingen. Das Filmplakat kann man im Original auf den Internetseiten des Deutschen Filminstituts ansehen oder - mit vier Szenebildern - bei filmportal.de

Der Film ist - aufgeteilt in mehrere Teile - mittlerweile zur Gänze auf youTube abrufbar (Suchbergriffe „zwerg nase 1953“ eingeben).

Die Bilder hier stammen aus dem Buch:
Hauff Wilhelm: Zwerg NaseDer kleine Muck, Enßlin & Laiblings, Reutlingen, 1924, 64 S.

Hauff veröffentlichte das Märchen 1826 in seinem „Märchen-Almanach auf das Jahr 1827 für Söhne und Töchter gebildeter Stände“. Eine Kurzfassung des Inhalts:
Als der kleine Jakob eine boshafte Hexe verlacht, wird er von ihr entführt und zur Strafe mit einer langen Nase verhext. Zwar kann Jakob nach sieben Jahren fliehen, seine Eltern jedoch erkennen ihn nicht mehr, und so ist er ganz auf sich allein gestellt. Als „Zwerg Nase“ wird er bald zum Lieblingskoch am Hof des Herzogs, wo er sich mit der Gans Mimi anfreundet – einer verwandelten Prinzessin. Sie führt ihn zu einem Zauberkraut, mit dem beide ihren bösen Fluch brechen wollen.
Ausführlicher kann man den Inhalt bei wikipedia nachlesen.

Regie: Francesco Stefani
Drehbuch: Emil Surmann
Vorlage: Wilhelm Hauff
Kamera: Wolf Schwan
Schnitt: Eva Ponto
Musik: Norbert Schultze

Darsteller: Hans Clarin (Zwerg Nase)
Hans Dieter Götz (Kleine Jakob)
Ellinor von Wallerstain (Jakobs Mutter)
Edith Schultze-Westrum (Hexe)
Ernst Rotmund (Herzog)
Wolfgang Eichberger (Fürst)
Hans Elwenspoek (Oberküchenmeister)
Alfred Pongratz (Hauptmann)
Diemut Gerstorfer (Mimi)
Hans Reitz (Mimis Vater)
Heini Göbel Sprecher (Emil Surmann)

Produktionsfirma: Schongerfilm Hubert Schonger (Inning am Ammersee - bestand von 1947 - 1972)
Produzent: Hubert Schonger (Gesamtleitung)
Dreharbeiten: Kloster Ottobeuren, Memmingen
Erstverleih: Jugendfilm-Verleih GmbH, Berlin

Die Fassung von 1953 war - nach einem österreichischen Stummfilm von 1921 sowie einem deutschen 1924 - die dritte Verfilmung dieses Märchens; weitere folgten 1978 (in der DDR), 1986 (DEFA), 2003 als russischer Animationsfilm, 2006 und 2007. „Unsere“ Verfilmung ist nicht als DVD erhältlich, sie lief vor einigen Jahren im ZDF.

Quellen: Wikipedia, filmportal.de und movie database

Fragen an die Ottobeurer: Wer war noch dabei und kann Erinnerungen beitragen? Wann lief der Film in Ottobeuren? Hat jemand noch Bilder, Plakate, Zeitungsausschnitte hierzu? Bitte beim Touristikamt melden!
Genial wäre es, wenn es gelänge, die Rechte für die - kurzen - Außenszenen auf der Treppe zwischen Basilika und Marktplatz zu bekommen, um sie hier einzustellen!

Im „Filmposter-Archiv“ kann man das Filmplakat von Hildegard Kernath in einer weiteren Version abrufen.

In den Lichtspielen Ottobeuren (Rupertstraße 8) wurde an die Kinder ein Ausmalbild (Format DIN A5) verteilt; es ist hier abrufbar. Das Original wurde 2018 bei Renovierungsarbeiten im ehemaligen Kinogebäude entdeckt und von Norbert Mendler zur Verfügung gestellt.