Marktgemeinde Ottobeuren
Marktplatz 16
87724 Ottobeuren
T. +49 (0)8332 9219-50
F. +49 (0)8332 9219-92
info@ottobeuren-macht-geschichte.de
www.ottobeuren-macht-geschichte.de




1934 - kompletter Jahrgang der Ottobeurer Heimatblätter


   Download

Die Heimatblätter waren eine Beilage zum Ottobeurer Volksblatt (bis 1909 Ottobeurer Wochenblatt). Hier der Jahrgang 1934, der neben heimatkundlichen Dingen auch viele allgemeine Themen enthielt.

Natürlich gibt es die klassische Heimatkunde, z.B. in der ersten Ausgabe des Jahrgangs vom 12. Januar über die „Hochäckerreste nördlich von Ottobeuren“ oder über den Buschelberg. Lehrer Karl Schnieringer war regelmäßig mit seinen Klassen unterwegs, um mit Spaten bewaffnet nach keltischen und anderen Überresten zu graben (Erzählung von Ludwig Rembold am 25.02.2013).

Der Zeit entsprechend spürt man propagandistische Zwecke, je näher sich die Zeit Richtung 2. Weltkrieg bewegt, desto deutlicher. Im vorliegenden Jahrgang 1934 z.B. der Artikel Deutsche Auferstehung in der Ausgabe vom 31.3.34; hier nur der Anfang: „Ein Jahr ist nunmehr ins Land gegangen, da das deutsche Volk wieder auferstand aus der Nacht der Lethargie, des Verfalls, der Zerstörung. Ein Jahr voller Kämpfe, voller Sorgen und gewaltiger Arbeit, aber auch ein Jahr des Aufräumens, schaffensfrohen Gestaltens und reichster Entfaltung deutschen Lebens. Die Schemen der Verwesung sind zerflattert, sieghaft hervorgebrochen ist das Licht eines neuen Tages. (...) Es liegt tiefer religiöser Sinn im Werdegang unseres Volkes, das alle Stationen des Leidens durchwandern mußte, ehe es fähig wurde, dem Rufe seines Erweckers zu folgen.“

Heimatliebe wurden so in nationale Gefühle umgepolt - die Gehirnwäsche hatte begonnen. Das Jahr des Aufräumens bedeutete auch Verhaftungen und Gleichschaltung!

Der Jahrgang enthält 26 Ausgaben, alle zwei Wochen erschien eine Ausgabe, insg. sind es 104 Seiten. Die Gesamt-pdf hat deshalb 42 MB!

Die Heimatblätter wurden von Heidi und Hans Kraft zur Verfügung gestellt, von der Buchbinderei Müller in Erkheim in Einzelseiten zerlegt, von Helmut Scharpf nach München gebracht, dort von der Firma Pixelprint gescannt.
Sie erschienen letztmals am 30. Mai 1941 (bis zur Einstellung des Ottobeurer Volksblatts; nachfolgend alleinige Berichterstattung durch den Allgäuer Beobachter - bis 18.04.1945).

Hinweis:
Die Abb. erfolgt als zeitgeschichtliches Dokument! Sie ist zwar gemeinfrei, eine missbräuchliche Nutzung ist dennoch untersagt! Die zeitgeschichtlichen Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus werden nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungs- feindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung, der Aufklärung oder der Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens gezeigt und sind in keiner Weise propagandistisch, insbesondere im Sinne des § 86 86a StGB zu benutzen.