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27.06.1815 - Pater Maurus Feyerabend, Jahrbücher, Bd. 3, 1519 - 1740


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Feyerabend Pater Maurus: Des ehemaligen Reichsstiftes Ottenbeuren Benediktiner Ordens in Schwaben Sämmtliche Jahrbücher, in Verbindung mit der allgemeinen Reichs- und der besondern Geschichte Schwabens diplomatisch, kritisch, und chronologisch in drei Bänden bearbeitet, 3. Band (1519 - 1740), Johann Baptist Ganser, Ottobeuren, 27.06.1815, 748 S.

In einer Art Sinnspruch - noch vor dem Vorwort - beschreibt Pater Maurus Feyerabend im Grunde den Geist des Ottobeurer virtuellen Museums, wenn er schreibt:

Nur die Vergangenheit vermag die Gegenwart zu erklären, und die Zukunft zu erhellen. Je sinniger und je mehr Aufmerksamkeit wir also in den historischen Gefilden der verflossenen Jahrhunderte herumwandeln, desto klarer und heller wird uns die Zeitgeschichte, desto freier, sicherer und unbefangener unser Urtheil sowohl über das, was geschehen ist, und jetzt geschieht, als was in ferner Zukunft noch geschehen wird.

Vorrede.

Mit diesem dritten Bande hoffte der Verfasser, wie er’s in dem Titelblatte der erstern zwei Bände seiner ottenbeurischen Jahrbücher aller Zuversicht ankündigte, seine unternommene Arbeit an’s Ende zu bringen; doch nach Anfüllung der zu einem Bande verhältnismässig geeigneten Bogenzahl übrigten demselben noch zwei und sechzig unbearbeitete Jahre, die man gemäß der ersten Ankündigung weder übergehen sollte, noch in Hinsicht auf die hö(ch)stwichtigen Begebenheiten der letzthin verflossenen Zeiten unberührt lassen wollte: hiemit konnte der Verfasser nicht wohl anders, als, um auf seiner angekündigten ersten Absicht zu beharren, und ein versprochenes Ganzes darzustellen, sich

entschließen, den drei schon gefertigten Bänden seiner Jahrbücher noch einen vierten, als Schlußband, zur Vollständigkeit des unternommenen Werkes nachzuschicken.
Und noch andere Ursachen bestimmten den Verfasser hiezu. Einige hohe Freunde, und Verehrer der ältern, und neueren Vaterlandsgeschichte geehrten denselben in der Zwischenzeit, als die bemeldten Bände bearbeitet wurden, mit einigen anderswo vorgefundenen diplomatischen Anzeigen, und Auszügen, mit gelehrten Bemerkungen, und mit mehrern Aufhellungen über einige mit der Zeit sehr entfalteten, und schwer zu enträthselenden Urnamen der alten Gaue, Weiler, Burgen und Höfe. Andere der Herren Abonnenten äusserten schon öfter den Wunsch, in einer alphabetischen Ordnung ein genaues Verzeichniß aller in den ottenbeurischen Jahrbüchern vorkommenden theils personellen, theils reellen Merkwürdigkeiten am Ende des Werkes zur Erleichterung des sonst müh-

samen Nachsuchens zu lesen; noch andern, besonders den Herren Ortspfarrern wird es nicht unangenehm fallen; da ihre noch vorfindliche Pfarrbücher ohnehin nur ganz selten über zwei hundert Jahre zurück gehen, wenn sie die Namen ihrer noch ältern Vorfahren, welche vor ihnen an der nämlichen Seelsorge gestanden haben, in einem kurzen Auszuge bemerkt finden werden; und nebenzu verdient auch der Jenaische Herr Rezensent des ersten Bandes, oder vielmehr der schwäbische Souffleur desselben, über seine so unerwartete, und so frei hin geschriebene Behauptungen und Einwendungen eine freundschaftliche Gegenbemerkung, die man dem Publikum aus Liebe zur Wahrheit schuldig ist. Dieses, und noch mehr anderes wird der Anhang des folgenden Schlußbandes lieferen, und nachmals der erweiterte Umfang des so mühsamen Werkes sich schliessen.
An die Herren Abonnenten bei der Christophmüllerschen Kunst- und Buchhandlung in Memmingen kömmt

zu erinnern, daß der wohledle Herr von Müller die sämmtlichen Namen seiner Herren Subskribenten, wichtigere und vortheilhafterer Geschäfte halber, an den Verfasser abgeliefert habe, folglich sich der weitern Lieferung, welche der Verfasser besorgen wird, nicht mehr unterziehen werde.
Der Preis des dritten Bandes bleibt, wie jener des zweiten, nämlich das unbroschürte Stück zu 1 fl. 54 kr. das broschürte mit Umschlag 2 fl.

Ottenbeuren den
     27ten Juny
           1815.
               Der Verfasser.

Die Vorrede hat die Seitenzahlen I bis IV. Anschließend folgen zwei unbezifferte Seiten - in Band 2 fand sich diese Liste am Ende des Buches - mit den chronologisch aufgelisteten Namen der römischen Päpste („Päbste“), der Bischöfe zu Konstanz und von Augsburg („Augspurg“), der Äbte zu Ottobeuren („Ottenbeuren“) sowie die Namen der Kaiser. Die zweite Seite schließt mit der Bemerkung:
Schirm- oder Schutzvögte des Stiftes verblieben die Herren Fürstbischöfe bis auf das J.(ahr) 1711, in welchem Jahre die Schutzvogtei für immer von Augspurg abgelößt wurde.

Feyerabends Anmerkung über den „Jenaische Herr Rezensent“ samt seinem „schwäbischen Souffleur“ bezieht sich auf eine in der Jenaischen Allgemeinen Literaturzeitung erschienene Rezension zum 1. Band von 1813, die hier abrufbar ist:
Jenaische Allgemeine Literaturzeitung vom April 1814

Die Kapitel im Einzelnen, dem Buch selbst fehlt eine Inhaltsangabe. Unklar ist, warum zweimal ein „Vierter Zeitraum“ genannt ist.

S. 1 - 206 (in 16 Unterpunkten; am Ende eine kleine Ziergrafik)
Des III. Bandes der Ottenbeurischen Jahrbücher I. Zeitraum Von dem Regierungsantritt Kaisers Karl V. bis auf dessen Nachfolger Ferdinand I. oder Vom J. 1519 bis auf das J. 1558.

S. 207 - 344 (in 13 Unterpunkten)
Zweiter Zeitraum von dem Regierungsantritte Kaisers Ferdinand I. bis auf dessen Nachfolger am Reiche Ferdinand II. oder Vom J. 1558 bis auf das J. 1619.

S. 345 - 482 (in 13 Unterpunkten)
Dritter Zeitraum von der Thronbesteigung Kaisers Ferdinand II. im J. 1619 bis auf jene Kaisers Leopold I. im J. 1658.

S. 483 - 632 (in 16 Unterpunkten)
Vierter Zeitraum Von Kaiser Leopold I. bis auf Kaiser Karl VI. oder vom Jahr 1658 bis auf das Jahr 1711.

S. 633 - 740 (in 11 Unterpunkten)
Vierter Zeitraum Von dem Regierungsantritte Kaiser Karl VI. bis auf Allerhöchstdessen Hinscheiden, oder vom J. 1711 bis 1740. („Ende des III. Bandes“)

S. 741 - 748
verschiedene lateinische und deutsche Texte

Liegt der erste Band von Feyerabend auch als Abschrift vor, so konnte diesmal - aufgrund von technischen Verbesserungen bei der Texterkennung - wiederum ein Scan hergestellt werden, der eine Durchsuchbarkeit mit sehr hoher Trefferquote garantiert (Tastenkombination Strg + f)
Der vorliegende Band wurde von Helmut Scharpf zur Verfügung gestellt. Der Gesamtdownload ist über das zweite Vorschaubild anwählbar; eine vergrößerte Vorschau ist aufgrund der Dateigröße (50,6 MB) nicht möglich. Laden Sie die pdf vor dem Lesen über den Download-Button erst auf Ihren Rechner herunter! Das erste Bild zeigt lediglich das Cover.

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