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1789 - Das Wappen der Abtei Ottobeuren in einem Kupferstich von Reilly


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Reillys „Dreyundzwanzigste Wappentafel“ mit 11 Wappen enthält (von oben links nach rechts unten): Die Grafschaft Saarbrück, Die Abtey Weissenau, Die Grafschaft Saarwerden, Die Herrschaft Weilnau, Die Abtey Ottobeuern [Ottobeuren], Die Herrschaft Mehrenberg, Die Abtey Ursperg [Ursberg], Die Herrschaft Lahr, Die Herrschaft Wildenfels, Die Grafschaft Vianden und Die Grafschaft Dietz.
Das Wappen des Abtes Anselm Erb (mit den drei Sternen; * 29. Januar 1688 in Ravensburg; † 21. Mai 1767 in Ottobeuren) steht hier stellvertretend für die Abtei insgesamt. Über sein Wappen gibt es im virtuellen Museum noch einen weiteren Eintrag. Warum 1789 nicht das Wappen seines Nachfolgers Honorat Göhl (1767 - 1802) abgebildet wurde, bleibt unklar. Auch wenn die Abbildung hier nur schwarz-weiß ausgeführt ist: Der silberne Adler auf rotem Grund links oben - steht für die Reichsabtei - und die goldene Rosette rechts oben - für den Konvent.

Literaturzitat

Reilly, Franz Johann Joseph von: Schauplatz der fünf Theile der Welt. Mit beständiger Rücksicht auf die besten Originalwerke in drey Theile zusammengetragen von einer Gesellschaft Geographen. Nach und zu Büschings grosser Erdbeschreibung, Wien, 1789

Reilly (* 18. August 1766 in Wien; † 6. Juli 1820 in Wien) war ein österreichischer Verleger, Kartograf und Schriftsteller. Auf der Wikipedia-Seite zu Reilly heißt es u.a.:
Franz Johann Joseph von Reilly wurde als Sohn des Hofmeisters Johann Reilly geboren. Zunächst arbeitete er im Staatsdienst, widmete sich dann aber ausschließlich der Geographie. 1789 bis 1806 entstand der Atlas „Schauplatz der fünf Theile der Welt“, der auf seinen 830 Blättern aber nur Europa behandelt.

Zum vorliegenden Blatt:
Blattgröße: 29,5 x 42,3 cm
Ausschnittgröße (Passepartout): 29 x 25 cm
Größe je Wappen: 7,8 x 6,7 cm
Kauf am 16.08.2017 bei einem Auktionshaus in Pforzheim; Sammmlung Helmut Scharpf. Ein Digitalisat des sehr seltenen Werkes ist nicht auffindbar.

Neben Schrämbl war Reilly der zweite Wiener Buchhändler, der es trotz bescheidener Mittel versucht hat, für seine Kunden eine Kartensammlung auf den Markt zu bringen. Bei einer anderen Quelle heißt es zum Atlas, der zwischen 1789 und 1806 in drei Teilen erschien, dass darin sogar mehr als 1000 Karten Europas abgedruckt wären. Berühmt sei das Werk wegen seiner genauen und detaillierten Darstellung.

Eine Inhaltsangabe konnte nur zum zweiten Band gefunden werden: 1. Deutschland und die Schweitz, 2. Italien und seine Inseln, 3. Frankreich und die Niederlande, 4. Spanien und Portugal