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10.09.1964 - Aquarell mit Putten von Walter Geiger


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Das Motiv mit den beiden Putten passte hervorragend zum Beruf von Benedikt Mayer: Er arbeitete 40 Jahre lang beim Schreiner König. Sicherlich ein Grund mehr, warum Benedikt und Johanna Mayer das Aquarell so gefiel, dass sie es nicht lange nach ihrer Hochzeit (im Mai 1964) von Walter Geiger kauften.

70 Mark (ca. 35 Euro) erscheint keine große Summe, sie entsprachen 1964 aber immerhin mehr als einem Wochenlohn. Walter Geiger (1907 - 1985; wohnhaft in der Amiconistraße 6) war nicht nur ein begnadeter Grafiker, sondern zeigt mit dem vorliegenden Bild auch seine Qualitäten als Maler.
Sein Motiv nahm er aus der Basilika Ottobeuren: An der Nordwestseite der Vierung treiben die beiden Putten neben dem hl. Josef ihr lustiges Spiel. Der rechte Putto hält dabei einen Winkel, als Insignie für den Zimmerer Josef von Nazaret (er steht als guter Vater für die Kardinaltugend der Gerechtigkeit); dieser ist auch Schutzheiliger der Tischler bzw. Schreiner.

Das Original-Aquarell (ca. 60 x 50 cm) ist mittlerweile schon stark degeneriert und erlebt im virtuellen Museum seine digitale Wiedererstehung. (Die linke untere Ecke wurde nicht restauriert.) Auf dem rechten Bild sieht man Aquarell und Original-Putten in einer Gegenüberstellung.

Zu einer von Walter Geiger gestalteten Wanderkarte von 1956 gelangen Sie hier.

Den Eheleuten Mayer sei für die Überlassung recht herzlich gedankt!
Repro und Restaurierung sowie Putten-Foto: Helmut Scharpf, 26.02.2018.