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08.09.2018 – „Mert feiner Imbiss & Partyservice“ eröffnet neuen Standort am Marktplatz


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Seit Februar 2002 betrieb das allseits beliebte Unternehmerehepaar Ahmet und Nil Bozdag in der Bahnhofstraße 2 einen Imbiss für türkische und deutsche Speisen, 2016 kam ein Partyservice mit hinzu. Am 12.08.2018 begann der Verkauf von Dönern und Kebabs am neuen Standort (Marktplatz 3 + 5), die offizielle Eröffnung fand am 08.09.2018 statt. Der bisherige Standort wird als Lager beibehalten.

Markus Albrecht hatte am Marktplatz zuletzt einen Laden für Tabakwaren, Zeitungen, Zeitschriften, Obst, Gesundheitsprodukten und Getränke betrieben; am 31.12.2016 war letzter Öffnungstag. Mit der Schließung und dem darauf folgenden Umbau des Hauses ergab sich für die Bozdags die Chance auf einen Standortwechsel. Die Gebäudefassade steht unter Ensembleschutz und wurde in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege erneuert und historisiert. Auch die metallene Gaubenverkleidung mit ihren historischen Stilelementen wurde restauriert und wiederhergestellt. Die zurückgebauten Rolläden und die Galgenfenster verleihen dem Gebäude seinen alten Charme.
Auf die kleine Eröffnungsfeier am 8.9.2018 (12 Uhr) wurde in einer ganzseitigen Annonce auf Seite 9 der Verlagsbeilage „Hallo“ („Das Allgäuer Wochenblatt für MM“, hallo-allgaeu.de) des Allgäuer Zeitungsverlages hingewiesen. Annonciert hatten darin nicht nur die an den Umbauarbeiten beteiligten Ottobeurer Handwerksbetriebe (Spenglerei Franz Kästle, Elektrotechnik Thomas und Stefan Bolz, Zimmerei Robert Mang, Heizung- und Sanitärtechnik Emil Hoffmann & Söhne, Raumausstattung Michael Arnold, Sanierung GmbH Krug), sondern auch die Kollegen vom griechischen Restaurant Akropolis.

Beim „Mert“ – benannt ist der Imbiss nach einem der Söhne – ist das Angebot (vorwiegend Selbstbedienung) im Wesentlichen gleich geblieben. Zum zentralen Angebot gehören freilich die beiden Fleischspieße mit je 30 - 40 kg Puten- und Hühnerfleisch (kein Lamm, kein Rind). Die Öffnungszeiten wurden um eine Stunde erweitert (Mo - So 10 - 22 Uhr), normal arbeiten fünf Leute im Imbiss, der jetzt auch über eine kleine Außenbestuhlung verfügt.

Zur Eröffnung gab es „Köfte“ mit Reis, Halloumi-Käse und Salat; Konditor Matthias Gerle brachte eine Torte mit der traditionellen Aufschrift: „Allah nazardan korusun“ („Gott beschütze uns vor bösen Augen“). Zu den Gästen der Eröffnung gehörten u.a. die drei Bürgermeister (German Fries, Markus Albrecht und Willi Höbel), der Leiter des Touristikamts (Peter Kraus) sowie viele Vertreter der an der Sanierung beteiligten Betriebe, Verwandte und Freunde. Alleinunterhalter Sepp Grimm aus Lachen sorgte für die musikalische Umrahmung.
Anwesend war auch Rolf Steinhauser, der den Umbau als Architekt geplant und betreut hatte. Neben den besonderen Rücksichtnahmen auf den Ensembleschutz, galt der Umstrukturierung der Heizung (bislang Nachtspeicheröfen, jetzt Erdgas) ein besonderes Augenmerk. Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektroinstallation wurden komplett erneuert. Die Abluft der Küche wird durchs ganze Haus geführt, sodass die Abwärme zum einen nicht verloren geht und durch die große Höhe des Austritts keine Nachbarn beeinträchtigt. Die Bozdags waren nur für die Innenausstattung zuständig, insbesondere für die moderne Theke, die Beleuchtung und Bestuhlung und für die 9,70 m breite Markise. Von den Behörden kam gute Unterstützung, das Gesundheitsamt gab auch während der Bauphase wertvolle Tipps.

Ahmed Bozdag betrieb bereits vor 2002 einen Imbiss, in der Memminger Schlachthofstraße. Seine Gattin Nil war mit 3 Jahren nach Ottobeuren gekommen, da ihre Eltern als Gastarbeiter bei der Firma Berger Arbeit gefunden hatten. Nil fühlt sich Ottobeuren sehr verbunden, nachdem sie hier den Großteil ihres Lebens zugebracht hat: vom Maria Stern-Kindergarten, der Schulzeit, bis zur Lehre bei Dieter Elsner im Windbeutelparadies. „Wir fühlen uns hier pudelwohl“, so Nil Bozdag im Interview mit dem virtuellen Museum.
 
Die Fotos stammen von Ferhat Ekiz und Helmut Scharpf. Eine Internet-Seite oder Facebook-Präsenz des Betriebes ist bislang nicht vorgesehen.