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1796 - Gebethbuch für katholische Christen, welches enthält sechzehn gottselige Unterrichte


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Depra Franz Sales: Fruchtbringendes Himmelsthau, das ist vollständiges Gebethbuch für katholische Christen, welches enthält sechzehn gottselige Unterrichte, auserlesene Morgen- Abend- Meß- Beicht- und Kommuniongebethe; Andachten zu dem heiligsten Altarssakrament, zu dem Leiden Christi etc. zu der allerseligsten Jungfrau Maria, und den Heiligen Gottes; Meßandachten, Lobgesänge und Gebethe aus dem römischen Missale, und Brevier auf gewisse Festtage, und für zerschiedene Anliegen; Gebethe und Zusprüche bey Kranken und Sterbenden; Andachten für die Abgestorbenen etc., Augsburg, Nicolaus Doll, (gedruckt durch Karl Wankenmiller, Ottobeuren), 4. Aufl. 1796, 544 S. (plus 8 S. Inhaltsverzeichnis, plus 29 S. weitere Gebete, 3 S. Fest-Register und 6 S. Andachten)

Format der Textseiten: 17,6 cm hoch, 10,5 breit

Das Buch kam - mit ähnlichem Titel - erstmals 1775 auf den Markt, gedruckt bei "Baader, Ottobeyren" und ist in mind. acht Auflagen erschienen. Die Bayerische Staatsbibliothek bietet von der vierten Auflage ein Digitalisat, das allerdings die oben erwähnten Anhänge nicht enthält.

Interessant ist das von Kaiser Joseph erteilte, auf 10 Jahre angelegte Privileg, also ein urheberrechtlicher Schutz, um einen Nachdruck von "gewinnsüchtigen Leuten" zu verhindern. Das ursprünglich erteilte "Druckprivilegium" für Martin Bader wurde aufgehoben, da er "nicht Willens ist, (das Buch) von Neuem zum Druck zu befördern."

Laut Titelblatt war der Autor "Benediktiner in dem freyen Reichsgotteshause Ottobeuren und Pfarrer in dem Marktflecken daselbst", also der 1802 abgebrochenen Pfarrkirche St. Peter (heute Haus des Gastes). Die erste Grafik ist links vom Titelblatt abgebildet, der Stich mit dem Jesulein auf S. 134. Ansonsten enthält das Buch nur Text sowie kleinere grafische Elemente.
Die Grafik mit dem Stich von Karl Heißig (Augsburg) "Dreyfache Liebe Iesu Christi zu dem Menschen" stammt aus der achten Auflage (Frontispiz). Zu Heißig heißt es in einer Quelle der Bayer. Staatsbibliothek: "(Er war) ein Kupferstecher und Kunsthändler zu Augsburg um das J. 1770, war auch Mitglied der dortigen Kunstakademie. Er ist von Wien gebürtig, und arbeitete in punktirter Manier."

Inhaltsangabe und (Teil-)Abschrift folgt!