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24.06.1983 - Festschrift zum 110-jährigen Bestehen der Blasmusikgesellschaft Ottobeuren


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Das 110-jähriges Jubiläum der Blasmusikgesellschaft Ottobeuren wurde in Verbindung mit dem 26. Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes gefeiert. Ein ganzes Wochenende lang gab es ein dichtes Programm: einen Festumzug, Wertungsspiele mit insgesamt 29 Kapellen sowie Konzerte und Unterhaltungsabende. Und eine 64-seitige Festschrift, die u.a. eine Chronik zur Geschichte der Ottobeurer Formation enthält.

Einige der Inhalte der Festschrift:
Grußworte (auf den Seiten 5 - 13) kamen nicht nur vom Landrat - und Schirmherren - Dr. Hermann Haisch (*06.12.1938) abgedruckt, sondern auch vom Präsidenten des „Allgäu-Schwäbischen Musikbundes“, MdL Karl Kling (*18.12.1928), vom Bürgermeister Martin Frehner (*23.03.1921, † 13.06.2015), vom Blasmusik-Bezirksleiter Tobias Pfalzer sowie vom 1. Vorstand, Philipp Schneider.

S. 20/21: Kurzabriss der Geschichte Ottobeurens

Auf den S. 27 - 41 stehen Informationen zum „Ehrenpräsidium“, über den Festausschuss, das Festprogramm, die Auftrittsdetails beim Wertungsspielen (in der Schulaula sowie der Schulturnhalle), Dirigentennamen und Stückauswahl, zur Festzugsordnung sowie zu den Regularien („Wertungsspielordnung 1983“).
Von Seite 44 – 52 beleuchtet Schriftführer Alfons Roggors (09.07.1938 - 18.10.1991) die Geschichte der Blasmusikgesellschaft Ottobeuren.
31 Seiten der Festschrift bestehen aus Werbung.

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Das Festprogramm:
Freitag, den 24. Juni 1983
19.00 Uhr Festakt im Kaisersaal der Benediktinerabtei Ottobeuren
20.00 Uhr Großer Show- und Tanzabend mit der bekannten Herbert-Pfannschmidt-Big-Band

Samstag, den 25. Juni 1983
13.30 Uhr Beginn der Wertungsspiele in Dreifachturnhalle und Aula (Schulzentrurn)
20.00 Uhr Galaabend mit dem Solo-Trompeter Walter Scholz und den Original Schwarzwaldmusikanten unter Leitung von Rolf Schneebiegel

Sonntag, den 26. Juni 1983
5.00 Uhr Weckruf
8.00 Uhr Fortsetzung der Wertungsspiele
9.15 Uhr Festgottesdienst unter der musikalischen Gestaltung der Musikgesellschaft Meierskappe/Schweiz, Leitung: Hubert Knüsel
10.30 Uhr Frühschoppen im Festzelt mit der Musikkapelle Harmonie Lechaschau/Tirol, Leitung: Hartl Schedle
13.00 Uhr Gemeinschaftschor auf dem Marktplatz
13.30 Uhr Großer Festzug mit ca. 40 Musikkapellen sowie ca. 30 Festwagen und Gruppen
anschließend Unterhaltungskonzert im Festzelt mit der Musikgesellschaft Meierskappel/Schweiz

ca. 16.00 Uhr Bekanntgabe der Wertungsspiel-Ergebnisse, anschließend Unterhaltung mit der Harmoniemusik Lechaschau, Leitung: Hartl Schedle
20.00 Uhr Festausklang mit der Stadtkapelle Mindelheim Leitung: Georg Stich

Als Teilnehmer am Wertungsspielen werden folgende Ensembles genannt:
Musikkapelle Winterrieden, Musikkapelle Ungerhausen, Musikkapelle Legau, Jugendkapelle Mindelheim, Laub'ner Blasmusik, Musikkapelle Buxheim, Musikkapelle Ollarzried, Musikkapelle Arnendingen, Musikgesellschaft Meierskappel, Musikkapelle Attenhausen, Westerheimer Musikanten, Musikverein Markt Rettenbach, Klarinettenquintett Grönenbach, Musikkapelle Germaringen, Blaskapelle Grönenbach, Musikkapelle Lautrach, Jugendkapelle Böhen, Musikkapelle Lachen, Musikkapelle Sontheim, Musikkapelle Hawangen, Haseltaler Musikanten, Musikkapelle Benningen, Musikverein Tannheim, Musikverein Ronsberg, Harmonie Frechenrieden, Musikkapelle Kirchhaslach, Wolfertschwendener Musikanten, Musikkapelle Steinheim, Stadtkapelle Mindelheim
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Chronik der Blasmusikgesellschaft Ottobeuren
gegründet 1873
24.-26. Juni 1983 - 110-jähriges Jubiläum in Verbindung mit dem 26. Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes

Sehr geehrte Festgäste. meine lieben Musikkameradinnen und -kameraden!

Jeder von uns kennt Musik, verbindet Angenehmes und Unangenehmes mit ihr. Jeder kommt täglich mit ihr in Kontakt, sei es durch Rundfunk- oder Fernsehsendungen, sei es, daß er eine Schallplatte auflegt oder in einem Supermarkt durch Musikberieselung zum Kauf animiert werden soll. Noch nie war das Angebot so groß wie heute. Eines aber steht fest, Musik zu hören und auszuüben scheint von jeher ein ursprüngliches, elementares Bedürfnis der Menschen zu sein.

Unter diesem Aspekt wird vielleicht etwas verständlicher, warum allein im Raum Memmingen etwa 1763 Musikanten in 49 Kapellen die Blasmusik pflegen. Eine dieser Musikkapellen ist die Blasmusikgesellschaft Ottobeuren, die in diesen Tagen auf ihr 110-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

MangeInde Aufzeichnungen aus dem vorigen Jahrhundert, aber auch Vernichtungen und Wirren der letzten Kriege erschweren dem Chronisten die Arbeit, ein genaues Gründungsdatum sowie die Anfänge unseres Vereins zu erforschen. Eine Rechnung der Familie Mahler aus dem Jahre 1836 deutet zwar darauf hin, daß auf einer Hochzeit für Musik 30 Gulden ausgegeben wurden, leider kann aber kein Beweis erbracht werden, ob es bereits die Anfange der Ottobeurer Blaskapelle waren. Die ersten exakten mündlichen und schriftlichen Überlieferungen und damit das offizielle Gründungsdatum stammen aus dem Jahre 1873, dem Ende des 70er Krieges. Allerorts wurden damals Siegesfeste und dergleichen gefeiert, dazu gehörte eine bewegliche Musik. In Ottobeuren existierte bis zu diesem Zeitpunkt eine solche nicht; lediglich ein Streichquartett trat bei weltlichen und kirchlichen Anlässen auf.

Bei den Siegesfesten, die nach dem Kriege in Ottobeuren stattfanden, wurden immer auswärtige Kapellen verpflichtet, was erhebliche Kosten verursachte. Um diesem unbefriedigenden Zustand abzuhelfen, vereinigte der spätere Bürgermeister, Herr Anton Frey, elf Männer, die meisten davon ehemalige Militärmusiker, und gründete eine eigene Musikkapelle, die sogenannte neunstimmige Blechmusik (in der früher üblichen bayerischen Besetzung). Unter der Leitung des ersten Musikmeisters Anton Frey trat die Kapelle nun auch auswärts bei weltlichen und auch kirchlichen Festen auf.

Herr Martin Fritz, Kupferschmiedmeister von hier, übernahm 1885 das Kommando. Er war einige Jahre beim 12. Infanterie-Regiment Neu-Ulm in der Regimentskapelle und brachte dem Klangkörper militärische Disziplin bei.

Während der Leitung von Theodor Frey, dem Bruder von Anton Frey, von 1892 bis 1900, feierte die Ottobeurer Kapelle 1898 ihr 25. Jubiläum.

1900 wurde auf der Generalversammlung August Buchenberger als Musikmeister gewählt. Durch seinen Einsatz ist die Gesellschaft sehr leistungsfähig geworden. In dieser Zeit gründeten acht Kameraden die Radlerkapelle, die einzige in ganz Deutschland. Leider begann 1914 der erste Weltkrieg und alle jüngeren Mitglieder wurden einberufen. Buchenberger war gezwungen, die alten, inzwischen im Ruhestand befindlichen Kameraden wieder zu holen, um die Musik einigermaßen spielfähig zu erhalten. Alle einberufenen Mitglieder kehrten nach dem Kriege unversehrt zurück und wirkten wie früher mit. Kurz darauf starb Herr Buchenberger; für ihn hatte man mehrere Jahre keinen vollen Ersatz.

Nun übernahm das damals älteste Mitglied, Herr Georg Mayer, die Führung. Im August 1923 wurde in großer Aufmachung das 50. Jubiläum gefeiert. Zur Information: ein halber Liter Bier kostete damals 265000,- Mark.

In der folgenden Zeit hatte die Kapelle einen schweren Stand, denn etwa ab 1920 bildete sich hier eine zweite Musikgemeinschaft aus durchwegs jungen Leuten. Dank Zusammenhalt und Durchsetzungsvermögen der damaligen Kameraden ließen sie sich nicht unterkriegen.

Im Herbst 1926 übernahm der kurz vorher hier amtlich eingestellte Chorregent Hermann Köbele die Regie. Als Berufsmusiker konnte er in einigen Jahren die Leistung der Musik ganz beachtlich steigern. Er führte die Holzblasinstrumente ein und der Mitgliederstand stieg zusehends auf etwa 25 Mann.

Auf diesem Stand hielt sich die Gesellschaft bis etwa 1936. Schwer litt die musikalische Tätigkeit unter dem damaligen Nazi-Regime, Köbele trat zurück und nun ging es zusehends abwärts; einige Zeit ruhte jede Tätigkeit.

1937 wurde, unter Mitwirkung von Bürgermeister Hasel, Hans Braun als Dirigent eingesetzt. Zunächst florierte die Tätigkeit wieder ganz gut, bis der kommende 2. Weltkrieg seine Schatten vorauswarf. Einberufungen zur Wehrmacht rissen große Lücken in den Mitgliederstand. Auch die noch in Ausbildung befindlichen Bläser kamen nicht mehr zum Einsatz und nach und nach wurden neben sämtlichen jungen Leuten auch die älteren eingezogen; ab 1941 war der Verein nicht mehr spielfähig. Nur ein Quartett, bestehend aus den alten Herren, hielt als Notbesetzung durch bis zum
bitteren Ende. Überaus schwere Verluste mußte die Gesellschaft in diesem Kriege hinnehmen.

Nach dieser schweren Zeit mußte an einen vollständigen Neuaufbau gedacht werden. Der damalige Bürgermeister, Herr A. Wegmann, hat die Neubildung sehr gefordert und unterstützt. Das langjährige Mitglied, Herr Bernhard Rottach, übernahm 1946 die schwere Aufgabe, eine beachtliche Anzahl junger Leute, die sich freiwillig gemeldet hatten, zu unterrichten und auszubilden. Monatelange, mühevolle Kleinarbeit war erforderlich, bis sich die jungen und die altbewährten Kameraden zu einem Klangkörper vereinigen konnten. Nach vielen Proben zeigte sich die Kapelle bei der Wiedereröffnung des Hotels „Hirsch“ das erste Mal in der Öffentlichkeit und erntete dabei reichen Beifall. Der Hauptverdienst gebührt Herrn Rottach, dem keine Mühe zu viel war, um die Gesellschaft auf den Stand von 26 Mitgliedern und auf die damalige Leistungsfähigkeit zu bringen. Im Februar 1953 hat dann leider Bernhard Rottach sein Amt als musikalischer Leiter niedergelegt.

Herr Hauptlehrer Georg Mayer erklärte sich sofort bereit, vorläufig die Dirigentenstelle zu übernehmen und erzielte bei seinem ersten Osterkonzert einen großen Erfolg.

Vor 30 Jahren, am 4. und 5. Juli 1953, feierte die Blasmusikgesellschaft Ottobeuren das 80-jährige Gründungsjubiläum, verbunden mit dem 4. Bezirksmusikfest des Bezirkes VI Memmingen. 14 Kapellen stellten bei den Wertungsspielen ihr Können unter Beweis, 16 Kapellen nahmen am großen Festumzug teil, 14 Festwagen schmückten den Umzug.

Als bedeutender Tag ging der 16.10.1955, ein Sonntag, in die Geschichte unseres Vereins ein, Über 80 Jahre spielte jeder einzelne Musiker in seiner eigenen Tracht, jetzt war es soweit, „Blasmusik erstmals im schwäbischen G'wand“. Jubel und Begeisterung waren im überfüllten Postsaal bei dieser Premiere zu verzeichnen, sowohl vom Anblick dieser echten schwäbischen Tradition, bestehend aus schwarzer Lederhose, roter Weste sowie schwarzer Jacke mit schwarzem Hut, als auch von der musikalischen Leitung unter Dirigent Georg Mayer. Wegen des großen Erfolges und Andrangs mußte der glanzvolle Abend am kommenden Sonntag wiederholt werden.

Dirigent Georg Mayer führte die Kapelle auf eine stolze Leistungshöhe, hervorgerufen durch harte Probentätigkeit und gute Kameradschaft. Unter seiner Regie verbuchte die Gesellschaft zahlreiche Erfolge bei Osterkonzerten sowie Musikfesten im weiten Umkreis. Bald war die Blasmusik bei kirchlichen und weltlichen Anlässen nicht mehr wegzudenken. Kein Fasching ging vorbei, ohne daß die Tanzabteilung auf Faschingsbällen für Tanz und Stimmung sorgte; Hochzeiten waren keine Seltenheit und vor allem für den einzelnen Musiker eine lukrative Sache. Mancher verdiente im Beruf in einer Woche nicht mehr, als die Gage einer Hochzeit ausmachte. Auch pflegte man altes Brauchtum wie Neujahrblasen, Mitwirkung beim Kinderfest etc.; Standkonzerte standen bereits auf dem Programm.

Daß Musik völkerverbindende Kraft hat, bewies 1963 der Besuch im weltberühmten französischen Bade- und Kurort Aix-les-Bains. Marschmusik durch die Straßen der Stadt, Eröffnung des Pferderennens mit Unterhaltung während der Rennpausen sowie als Höhepunkt ein Galakonzert im Freilichttheater fanden viel Begeisterung und Anerkennung bei der heimischen Bevölkerung und waren gewiß ein Schritt, die äußere Verbundenheit mit den Franzosen darzutun und die Freundschaft zwischen den beiden Völkern zu vertiefen.

Das Jahr 1964 stand voll und ganz im Zeichen der 1200-Jahr-Feier von Kloster und Benediktinerabtei Ottobeuren. Während des ganzen Jahres war die Kapelle bei den verschiedensten Anlassen aktiv, um den Feierlichkeiten den nötigen Rahmen zu verleihen.

Eine neue Krise schien sich in den nächsten Jahren anzubahnen, ausgelöst durch den Austritt von älteren Mitgliedern und fehlendem Nachwuchs. So mußte 1967 eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden, während deren Verlauf eine vollständige Einstellung der musikalischen Tätigkeit vorgeschlagen wurde, zumal die Spielfähigkeit nur durch Aushilfen erhalten bleiben konnte. Georg Mayer dankte als Dirigent ab. Josef Zick übernahm bald darauf die Leitung der verwaisten Kapelle. Sofort mußte die Nachwuchsausbildung aufgenommen werden und der langjährige Tenorhornist Hans Hartmann erklärte sich bereit, 17 Zöglinge in seine Lehre zu nehmen. Er legte damit den Grundstein für das Weiterbestehen der Gesellschaft.

Doch dann kam schon wieder der nächste Schicksalsschlag, am 25. 6. 1968 wurde plötzlich und unerwartet Max Mahler durch einen jähen Herztod mitten aus einem arbeitsreichen Leben gerissen. Er war 42 Jahre Mitglied, und davon fast 20 Jahre als 1. Vorsitzender dem Verein mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Seinem Einsatz und Idealismus war es letzten Endes auch zu verdanken, daß die Gesellschaft vor dem letzten Untergang gerettet wurde.

Nicht nur die historische Zahl des Bestehens seit 100 Jahren, sondern auch die Verdienste um die Pflege und Förderung des instrumentalen Musizierens sind die Voraussetzungen für die Verleihung der Pro-musica-Plakette. 1970 hatte auch die Blasmusikgesellschaft Ottobeuren die Voraussetzungen erfüllt und konnte dieses geschichtliche Dokument und zugleich Leistungsausweis in Empfang nehmen.

Unter dem Gedanken „Harmonie in Tönen über Grenzen hinweg“ kam zwischen den Gesellschaften Ottobeuren und Meierskappel bei Luzern in der Schweiz eine Freundschaft zustande. Beurkundet wurde dieser Schritt durch den ersten Besuch unserer neuen Freunde in Ottobeuren am 3. und 4. 10. 1970, verbunden mit einem Gemeinschaftskonzert im Hirschsaal unter großer Begeisterung der Ottobeurer Bevölkerung. Durch Gegenbesuche wird die Freundschaft immer wieder bestätigt. Es freut mich besonders, unsere „Schweizer Kameraden“ bei unserem Jubiläumsfest auch in unserer Mitte begrüßen zu können.

Zwischenzeitlich hatte sich aus Hartmanns Zöglingen eine Jugendkapelle herauskristallisiert, die des öfteren schon erfolgreich aufgetreten war und man dachte daran, den Nachwuchs in die Kapelle zu übernehmen. Josef Zick, der die Kapelle wieder aus der Krise geführt hatte, wollte sich mehr seiner Wohnortkapelle Attenhausen widmen und übergab deshalb auf dem Osterkonzert 1971 den Taktstock Hans Hartmann, der auch die Jungbläser aufnahm. Nun galt es, den verjüngten Klangkörper wieder auf ein gebührendes Niveau zu bringen. Seinem aufopfernden Einsatz in 12 Jahren haben wir es zu verdanken, daß die Ottobeurer Blasmusikgesellschaft heute ca. 40mal im Jahr an die Öffentlichkeit tritt und damit eine Säule des Ottobeurer Kulturlebens darstellt; sowohl durch Serenaden, Standkonzerte und Heimatabende, als auch durch das alljährliche Osterkonzert, durch Stimmungsmusik sowie musikalische Umrahmung bei feierlichen Anlässen und Jubiläen. Seit mehreren Jahren führt uns Hartmann nun schon mit Erfolg in der Oberstufe und stellt dies durch Auszeichnungen bei Wertungsspielen immer wieder unter Beweis.

Einen großen Wunsch haben die Ottobeurer Musikkameraden zu ihrem Jubiläumsfest: Möge Kameradschaft und Treue der Musiker untereinander immer oberster Leitgedanke des musikalischen Wirkens sein, dann wird jeder im Vereinsleben Geborgenheit und Ausgleich zum Alltagsstreß finden und die jahrzehntelange Tradition kann uneingeschränkt fortgesetzt werden.

Ottobeuren, im Juni 1983
Der Chronist
Alfons Roggors

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Die Schrift wurde dankenswerterweise von Eduard Schneider (Ludwigstraße) zur Verfügung gestellt. Die Urkunde, die der Musikverein Markt Rettenbach ausgestellt bekam, orientierte sich am Cover der Festschrift. Die Urkunde hängt im Musikerheim in der Ottobeurer Straße in Markt Rettenbach.
Scan-Abwicklung und Abschrift: Helmut Scharpf. Hinweis: Die pdf-Datei der Festschrift ist textdurchsuchbar.

Literaturzitat:
Blasmusikgesellschaft Ottobeuren (Hrsg.): 26. Bezirksmusikfest in Ottobeuren vom 24. bis 26. Juni 1983 in Verbindung mit dem Gründungsjubiläum 1873 1983, [Ottobeuren], Juni 1983, 64 S.