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09.05.2016 - „Heimatdienst Ottobeuren und Umgebung“ unter neuer Führung


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Im Mitgliederrundschreiben vom April 2016 hatte Pater Rupert Prusinovsky angekündigt, dass sich die Vorstandschaft bei den Neuwahlen verändern wird. Am 9. Mai 2016 konnte im Hirsch-Saal unter dem Vorsitz der Ottobeurer Apothekerin Wiebke Klotz eine neue Vorstandschaft gefunden werden.

Der Klosterarchivar hatte seinen Rückzug im Anschreiben an die knapp 100 Mitglieder wie folgt begründet:
„Verabschiedet wird nämlich nicht unser 1. Kassier, Herr Helmut Sirch, dem an dieser Stelle für seinen jahrelangen freiwilligen Dienst von Herzen gedankt sei, sondern auch der seit 2004 amtierende 1. Vorsitzende, P. Rupert Prusinovsky OSB, der Mitglied des Seelsorge-Teams der Pfarreiengemeinschaft Ottobeuren-Böhen-Hawangen-Ollarzried geworden ist und deshalb von diesem Posten nun ganz zurücktreten muss. (…) Sollte es aber zu keinen Neuwahlen kommen, weil eventuell sich niemand für diese Posten zur Verfügung stellt, so muss dann im schlimmsten Fall unser Heimatdienst mit einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder aufgelöst werden. (…) In der Hoffnung, dass sich bezüglich der Neubesetzung unserer Vorstandschaft eine Lösung finden lässt, grüßt Sie herzlichst …“

Der alten und neuen Schriftführerin, Christa Ebe, war es im Vorfeld tatsächlich gelungen, zwei Kandidatinnen zu gewinnen, die dann jeweils einstimmig in ihr Amt gewählt wurden. Die neue Vorstandschaft besteht somit aus
1. Vorsitzende: Wiebke Klotz
2. Vorsitzender: Dr. Walter Geis
Schatzmeisterin: Rosa Zahn
Schriftführerin: Christa Ebe

Der Kölner Historiker Dr. Geis bedankte sich bei Prusinovsky und Sirch (Schatzmeister seit 1997) mit kleinen Geschenken für deren langjährigen Einsatz. Im Anschluss entspann sich eine Diskussion darüber, in welcher Form die bisherigen Fahrten beibehalten werden können. Da sich etliche der Mitglieder in fortgeschrittenem Alter befinden, sind mehrtägige Fahrten mit körperlich anstrengenden Anteilen kaum mehr möglich. Als erste Aktivität des neuen Vorstanden wurde eine Exkursion nach Buxheim angesetzt. Der Ägyptologe Dr. Wolfgang Wettengel vom Heimatdienst Buxheim führte dort am 20. Juli 2016 persönlich durch die Exponate der Ausstellung „Ticket für die Ewigkeit - ein ägyptisches Totenbuch im Dialog mit dem Christentum“. Ein Bild der Veranstaltung inmitten des großartigen Chorgestühls in der Kartause ist hier anrufbar.

Eine verstärkte Arbeit an der Ottobeurer Geschichte selbst – wie z.B. beim Geschichtsarbeitskreis in Obergünzburg – zeichnete sich bei der Versammlung nicht ab. Die letzten Jahre blieb es bei Fahrten sowie einer mundartlichen Veranstaltung mit Musik im Spätherbst. Es wäre wünschenswert, einen Ortschronisten zu finden, der aktuelle Ereignisse schriftlich und im Bild festhält. Die Beschäftigung mit der Lokalgeschichte bleibt wahrscheinlich weiterhin der Initiative einzelner Mitglieder überlassen.
Beispielhaft für eine derartige Initiative zeigte als letztem Programmteil der Jahreshauptversammlung Helmut Scharpf in einem 1½-stündigen Vortrag Highlights aus dem virtuellen Museum „www.ottobeuren-macht-geschichte.de“ auf. Die Website umfasst mittlerweile schon mehr als 500 Seiten.
Zu den Themen des Vortrags gehörten:
- Ottobeuren als Manöverstandort vor dem 1. Weltkrieg
- Besondere Bilder
- Bürgermeister Adolf Fergg und die Franzosengräber
- Musterung 1942
- Ottobeurer Freiwillige bei der Niederschlagung des Spartakusaufstandes in München und Kempten
- Unbekannte Bilder

Für die Memminger Zeitung berichtete Brigitte Unglert-Meyer am 20. Mai 2016 („Wiebke Klotz übernimmt Vorsitz“). Sie hat uns dankenswerterweise die beiden Bilder überlassen – einmal inklusive dem scheidenen Vorsitzenden, einmal nur die Mitglieder des neuen Vorstandes.