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01-12-1968  Friedrich und Michael Kuhn: Die Vermessung im Altertum


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Kuhn Friedrich, Kuhn Michael: Prähistorische Mathematik und Astronomie, Schriftreihe für Vermessung im Altertum, Heft III, Selbstverlag, Ottobeuren, 1968, 63 S., keine ISBN

Dr. Friedrich Kuhn (*02.02.1912, Bamberg, †28.01.1970, Ottobeuren) zählt zu den großen Ottobeurer Persönlichkeiten. Er war lange Chefarzt des Kreisrankenhauses Ottobeuren, war Gründer der Jugendherberge und organisierte den Ottobeurer Fasching. In den Anfangsjahren der Sternwarte (also ab 1966) trat er als Mentor (insb. bei Behördengängen, Verhandlungen mit dem Kloster) auf, er gründete die Kreisverkehrswacht, war langjähriger zweiter Bürgermeister von Ottobeuren und Mitglied des Kreistags im Altlandkreis Memmingen (für die FDP). Nachdem er in seiner Funktion als Chirug mit den Unfallfolgen konfrontiert waren – Autos hatten damals ja noch keine Sicherheitsgurte oder gar Airbags – wurde er in den 1950er Jahren als „Alleebaummörder“ bekannt. Zu Kuhns Steckenpferden gehörte auch die Förderung der Kneippkur in Ottobeuren und in dem Zusammenhang die Ausweisung eines Netzes an „therapeutischen Spazierwegen“.
Zu seinen Hobbys gehörten die Erforschung der prähistorischen Astronomie sowie die Vermessung im Altertum (s. Buch). Er veröffentlichte dazu nicht nur, Dr. Kuhn hielt auch Vorträge an Universitäten.

Am 30.09.1939 heiratete er in Augsburg die Ärztin Maria Lätitia Schmölz (*22.12.1914, Bayreuth).
Kinder: Michael Kuhn (Sohn, Jahrg. 1942) lebt in Nürnberg; er hat seinem Vater sehr zugearbeitet – wie beim vorliegenden Buch. Tochter Monika (verh. Kohler; 03.09.1947 - 04.06.2021) lebte in Markt Rettenbach. Fritz (bzw. Friedrich) Kuhn (Kirchenmaler, *13.04.1943, †1997) und Mariele Welsch (Karlsruhe, Jahrg. 1944), Anna Maria (*03.09.1947).

Die Familie stammte aus Dietmannsried, geboren wurde Friedrich Kuhn in Bamberg, da sein Vater Franz zuerst dorthin und noch vor dem Ersten Weltkrieg als Oberstudienrat nach Augsburg versetzt worden war. (Mutter: Anna Kuhn, geb. Günther). In Augsburg besuchte Friedrich das Humanistische Gymnasium St. Stephan, das Medizinstudium führte ihn an die Universität München, wo er auch promovierte. Als Gegner des Nationalsozialismus wurde er 1939 für „wehrunwürdig“ erklärt, im Zweiten Weltkrieg leitete er als Chirurg Truppenverbandsplätze in Italien und Frankreich. Nach Tätigkeiten an anderen Krankenhäusern wurde Dr. Kuhn im Oktober 1946 als Chefarzt nach Ottobeuren berufen; dieses Amt bekleidete er bis zum 01.07.1969, dann zwang ihn „sein Leiden“ zum Ausscheiden – so ein Zeitungsbericht der MMZ vom 29.01.1970. Ab dem 15.11.1949 war Kuhn in Ottobeuren gemeldet (Abt-Anselm-Str. 3); er ist zwar in Ottobeuren verstorben, könnte aber zuletzt nicht mehr hier gewohnt haben.

Der abgebildete Band war der dritte und letzte der Reihe „Vermessung im Altertum“. Aus urheberrechtlichen Gründen sind hier nur das Cover, in der pdf-Datei die ersten zwölf Seiten abgebildet.