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1884 - Holzstich der Klosterkirche


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Eine lokale Prozession oder eine Gruppe Wallfahrer zieht durchs Hauptportal in die Abteikirche ein. Der schöne Holzstich aus dem „Atelier für Xylographie“ von Käseberg & Örtel war in der Zeitschrift „Deutscher Hausschatz“, Nr. 21, XX. Jahrgang (Oktober 1893-Oktober 1894), auf S. 325, abgedruckt.

Links unten kann man die Urheber anhand der Signatur „Kaeseberg & Oertel X.J.“ ausmachen. Es ist nicht allzu viel, was über Hugo Käseberg (1847-1893) und Kaspar Erhard Oertel (*13.04.1840, Nürnberg, †?) im Internet zu finden ist. Die beiden Grafiker gründeten eine Firma für Xylographie, eventuell in Jena (was die Buchstaben „X. J.“ erklären würde). In der Datenbank „pictura paedagogica online“ (s. auch Linkliste) finden sich weitere 47 Stiche (Holz- und Kupferstiche), die zwischen 1881 und 1896 entstanden.

Der Stich (Sammlung Helmut Scharpf) konnte im Februar 2015 angekauft werden und wurde digital restauriert. Eine kolorierte Fassung desselben Stichs aus dem Klosterarchiv soll hier noch dazukommen.

Die Zeitschrift wurde unter der Bezeichnung „Deutscher Hausschatz in Wort und Bild“ vom Regensburger Verlag Friedrich Pustet (Regensburg, New York, Cincinnati) zwischen 1874-1893 herausgegeben, der Titel wurde von 1894-1953 in „Deutscher Hausschatz“ verkürzt, von 1954 bis zum Ende 1957 dann nur noch „Hausschatz“. Das Inhaltsverzeichnis auf Tafel VII bezieht sich auf die Seiten 321-333 (von insg. 824 Seiten des Jahrgangs), darin sind folgende Bilder hervorgehoben:

Klosterkirche zu Ottobeuren, S. 321
Klosterkirche zu Ottobeuren: Hauptfront, S. 325
Chorgestühl in der Klosterkirche zu Ottobeuren, S. 325
Kanzel in der Klosterkirche zu Ottobeuren, S. 328
Beichtstuhl in der Klosterkirche zu Ottobeuren, S. 332
Relief aus dem Chorgestühl in der Klosterkirche zu Ottobeuren: Tod des heil. Benediktus, S. 333

Auf S. 322 ist außerdem ein Stich des Kircheninneren abgebildet. Zur Basilika wurde die Ottobeurer Klosterkirche übrigens erst 1926!