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26.11.1917 – Rationierung im 1. Weltkrieg: Fleischmarken


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Die abgebildete „Reichs-Fleischkarte Königreich Bayern“ enthielt Fleischmarken des „Kommunalverbandes Ottobeuren-Memmingen“, die vom 26.11. - 23.12.1917 gültig waren. Die insgesamt 40 Fleischmarken „für einen zehntel Anteil“ waren für den Verbrauch von einem Monat gedacht und aufgeteilt in vier verschiedene Geltungszeiträume von je einer Woche, sprich: 10 Fleischmarken pro Woche. Ein Gewicht war vermutlich absichtlich nicht aufgedruckt, um auf die Versorgungslage reagieren zu können, der „Anteil“ konnte von der Menge variieren.

Wer nähere Angaben über die Verwendung solcher Marken machen kann oder weitere Belege für die Rationierung während der Kriegszeit hat, bitte melden!

Passend dazu eine Meldung vom Jahr zuvor:

Ottobeurer Tagblatt Nr. 251 vom 30.10.1916, S. 4:

Bekanntmachung.
Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Brot-, Fleisch- und Fettkarten in der Gemeinde Ottobeuren am Dienstag, den 31. Oktober, vormittags von 8 - 12 Uhr im Eckzimmer des Rathauses abgegeben werden. Die Bäcker haben ihre Brotkarten, die Metzger und Wirte ihre Fleischkarten, die Molkereien ihre Fettkarten und die Kaufleute ihre vereinnahmten Kleiderbezugsscheine am 31. Oktober, nachmittags von 2 - 6 Uhr, in der Kanzlei des unterfertigten Bürgermeisters einzuliefern. Bemerkt wird, daß sämtliche Marken von den betreffenden Ablieferern geordnet abzugeben sind.

Ottobeuren, 29. Oktober 1916.
[Anton] Frey, Bürgermeister.