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08.08.1936 - Festprogramm 100 Jahre Männergesangverein


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Zum 100-jährigen Bestehen des Männergesangvereins Ottobeuren kam u.a. ein 16-seitiges Festprogramm heraus, das hier komplett abrufbar ist. Bilder der Veranstaltung wurden auf eine gesonderte Seite gestellt - hier abrufbar. Der zur Aufführung gebrachte „Magister Trieb“ steht hier als Abschrift zur Verfügung.

Unterstüzung fand der MGV durch den Kirchenchor (ebenfalls geleitet von Hermann Köbele) sowie durch das  verstärkte Streichorchester und Mitglieder der Blechmusikgesellschaft Ottobeuren. Von außerhalb kamen: die Sängergesellschaft Neu-Ulm, die Vereinigten Gesangvereine Memmingen und die Blechkapelle Eggenthal.

Vom Programm her finden sich zwar auch „ganz normale“ Literatur, die auch heute noch so aufgeführt wird, der nationalsozialistische Zeitgeist positionierte sich aber ebefalls deutlich. Hier ein paar „Kostproben“ aus den im Programm abgedruckten Erläuterungen und Liedtexten:

Dieser Zyklus ist aufzufassen als eine Verherrlichung des Menschen als Helden. Die Niederländer sind ein deutscher Volksstamm mit deutscher Kultur und niederdeutscher Sprache. Von ihrem Freiheitskampf sagt Schiller, er sei von ihm in eine Begeisterung versetzt worden, zu welcher Staatsaktionen selten zu erheben vermöchten. - Vor Nr. 5 des Zyklus ist ein Klaviersolo eingeschaltet: Vor der Schlacht - Furcht und Hoffnung, komp. von H. Köbele.

Kriegslied
Wohl sehr glücklich ist, wer zu sterben weiß
für Gott und das teure Vaterland;
ihm erblüht so Palme als Lorberreis,
so diesseits wie am bessern Strand.
Wer als Held sein Blut für der Freiheit Gut
seinem Volk und seinem Lande gab,
der schläft süß im Grab.
Ja, der Weg zum Herrn ist ein Dornenpfad,
doch reich lohnt die Ruhe dort am Ziel;
neidenswert, wer den Kampf bestanden hat,
wer für die gerechte Sache fiel.
Seines Volkes Schuld zahlt ihm Gottes Huld,
und sein edler Name ist geweiht der Unsterblichkeit.

Drei Jahre später war es dann soweit, das große Sterben hatte begonnen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Eine pdf-Datei enthält die Berichte aus dem Allgäuer Beobachter vom 10.08.1936, der der Veranstaltungsreihe eine Sonderseite widmete.

„So klangen die Jubeltage des Männergesangvereins Ottobeuren aus in froher Harmonie und Fröhlichkeit.
Sie bedeuten einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte des Vereins. Würdig sind die Ottobeurer Sänger in
das zweite Jahrhundert des Bestehens des Vereins hineingegangen. Würdig werden sie die große Tradition
fortsetzen und das zweite Jahrhundert in der gleichen Liebe und Hingabe zum deutschen Liede beginnen,
wie sie das erste Jahrhundert vollendet haben, in dem Bewußtsein, daß der Dienst am deutschen Lied ein Dienst am deutschen Volk und Vaterland ist.“

Technischer Hinweis: Die drei Leerseiten (2, 14 und 15) aus dem Programm sind in der pdf-Datei weggelassen worden. Das Original wurde von Wolf Köbele zur Verfügung gestellt und von Walter Buchmiller sowie Helmut Scharpf bearbeitet.