Marktgemeinde Ottobeuren
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01.03.1956 - Werbefaltblatt des Verkehrsamtes Ottobeuren: Ein schmucker Markt mit behäbigen Bürgerhäusern und gastlichen Stätten


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Der Tourismus setzte im Wirtschaftswunderland so langsam wieder ein. Kurz bevor Ottobeuren Kneippkurort wurde, gab das Verkehrsamt – ab 1957 Kurverwaltung – heute Touristikamt – diesen schönen Fremdenverkehrsprojekt in 20.000 Exemplaren heraus.

Entworfen wurde er von dem begnadeten Grafiker Walter Geiger (1907 - 1985), der etwa zeitgleich auch die erste Ottobeurer Wanderkarte zeichnete. Sehenswert ist auch sein Aquarell von Basilika-Putten von 1964.

Man beachte den Blick vom Bildstock in Fröhlins Richtung Ottobeuren. Das „Eisenbahnerwäldele“ steht noch ganz allein, wo heute das Busdepot der Firma Brandner angrenzt, im Hintergrund die Gemeindewohnungen in der Fröhlinser Straße. Kurz danach sollte Alois Berger mit seiner Dreherei beginnen und die ersten Hallen errichten.

Der Text des Prospekts:
Ottobeuren, an der Pforte zum Allgäu gelegen, 660 Meter über dem Meere, mit allen Verkehrsmitteln günstig zu erreichen, bietet Kunst und Natur, Erholung und Kur. Die Alemannensiedlung krönte einst ein fränkischer Reichsshof. Urkundlich wird die Benediktiner-Klostergründung schon 764 erwähnt. Von 1710 bis 1766 entstanden die gewaltigen Barockbauten, deren Schönheit und Einmaligkeit berechtigt und symbolisch von einem „Schwäbischen Escorial“ sprechen lassen. Menschen aus aller Welt wallfahren zu diesen Sehenswürdigkeiten und Kunstschätzen. Im Reizklima und in der Landschaft des Voralpenlandes erholen sich die Menschen und genesen Leidende durch die natürliche Lebens- und Heilweise des genialen Sohnes dieses gesegneten Landstriches, des Pfarrers und „Wasserapostels“ Sebastian Kneipp, der in diesem Raume geboren ward und dort auch seine segensreichen Wahrheiten fand. Ein schmucker Markt mit behäbigen Bürgerhäusern und gastlichen Stätten ist duch seine reiche Geschichte und seine geistlichen Konzerte in der Basilika zu einem festen Begriff im internationalen Fremdenverkehr geworden.

Hier der komplette Faltprospekt (einschl. Rasterung; ca. 44 MB)

Sammlung, Scan und digitale Restaurierung: Helmut Scharpf, 08/2018