01-1951 Straßenverzeichnis

  • Der in der Broschüre von 1951 eingelegte Ortsplan von Ottobeuren.

    Der in der Broschüre von 1951 eingelegte Ortsplan von Ottobeuren.

  • Download der gesamten Broschüre mit dem Straßenverzeichnis.

  • Der ostseitige Hauseingang in der Ludwigstraße 36 („Nanu“) am 14. Mai 2021, über dem noch die bis Ende 1950 gültige Hausnummer 139 zu sehen ist.

    Der ostseitige Hauseingang in der Ludwigstraße 36 („Nanu“) am 14. Mai 2021, über dem noch die bis Ende 1950 gültige Hausnummer 139 zu sehen ist.

  • Anschreiben von Bürgermeister Josef Hasel an die Einwohnerschaft von Ottobeuren vom 1. April 1951

    Anschreiben von Bürgermeister Josef Hasel an die Einwohnerschaft von Ottobeuren vom 1. April 1951

  • Der in der Broschüre von 1951 eingelegte Ortsplan von Ottobeuren.
  • Der ostseitige Hauseingang in der Ludwigstraße 36 („Nanu“) am 14. Mai 2021, über dem noch die bis Ende 1950 gültige Hausnummer 139 zu sehen ist.
  • Anschreiben von Bürgermeister Josef Hasel an die Einwohnerschaft von Ottobeuren vom 1. April 1951

Titel

01-1951  Straßenverzeichnis

Beschreibung

Auf 15 Seiten sind in diesem alten Straßenverzeichnis alle Straßen und Gebäude vermerkt, einschließlich deren Besitzer sowie die alten Hausnummern und Straßenbezeichnungen.

Spannend, was es da alles gab: eine „Januarius-Zick-Straße“ (heute Holzheystr.), ein „Ronabad“, Lokale wie das „Gasthaus zum goldenen Stern“ oder zur „Brieftaube“; im Ämtergebäude gab es eine Polizeiwache und ein Flüchtlingsaltersheim.
Eine „Sebastian-Kneipp-Straße“ gab es damals schon, aber nicht, wo sie heute ist – an der Stelle befand sich 1951 die „Kemptener Straße“ –, sondern in einem sehr unbedeutenden 60 m langen Seitenast, der 1967 der Hermann-Koneberg-Straße zugeschlagen wurde. Verschwunden waren mit dem Kriegsende die Ritter-von-Epp-Straße, Adolf-Hitler-Straße, die Saarlandstraße sowie der Hindenburgplatz.
Dafür gab es jede Menge Bauplätze - wichtig in einer Zeit großer Wohnungsnot.

Mit einem Flugblatt wandte sich Bürgermeister Josef Hasel am 1. April 1951 an die Ottobeurer Bevölkerung. Darin begründet er die Notwendigkeit der Neunummerierung mit der Unübersichtlichkeit“ des bestehenden Systems, das noch aus den Zeiten des Klosterstaats stammte. Jeder Haushalt bekam das neue Straßenverzeichnis kostemlos zugestellt“.

Von den bis Ende 1950 gültigen alten Hausnummern ist nicht mehr viel übrig geblieben. Ein sichtbares Zeugnis legt der ostseitige Hauseingang in der Ludwigstraße 36 („Nanu“) im Mai 2021 ab: Die Steinfassung über dem Eingang zeigt die frühere Nummer 139, die schon auf der Urkatasterkarte von 1819 eingezeichnet ist.
Aber auch dieses letzte Zeugnis wird es schon bald nicht mehr geben, da das Gebäude – samt ehemaliger Kneipe – abgerissen wird.

Urheber

Marktgemeinde Ottobeuren

Quelle

Monika Huith/ Digitale Sammlung Helmut Scharpf

Verleger

Helmut Scharpf

Datum

1951-01

Rechte

gemeinfrei