Marktgemeinde Ottobeuren
Marktplatz 16
87724 Ottobeuren
T. +49 (0)8332 9219-50
F. +49 (0)8332 9219-92
info@ottobeuren-macht-geschichte.de
www.ottobeuren-macht-geschichte.de




1819 – Urkatasterkarte S.W. X. 40 von Guggenberg bis Hofs bzw. Unterhaslach


   Download

Die ersten – 1819 entstandenen – topografischen Karten von Ottobeuren und den heutigen Ortsteilen - insgesamt 20 Karten (im Maßstab 1:25000) von etwa 40 x 40 cm - geben spannende Details frei. Die Urkatasterkarte S.W. X. 41, die den Kernort Ottobeuren abbildet, ist bereits seit Längerem abrufbar, nun auch die Nachbarkarte S.W. X. 40.

Sie reicht von Guggenberg über Ölbrechts, Guth (Gut) und Hofs bis Unterhaslach. Links oben ist die Flur Hamersberg (Halbersberg) bezeichnet, links unten ein letzter Zipfel der Flur Boschach. Eine einzige Straße zieht sich von Guggenberg, südlich vorbei an Ölbrechts und Guth nach Osten, die letztlich nach Markt Rettenbach führt. Alle Fuhrwerke mussten diesen Weg nehmen – es gab keinen anderen!
Gut erkennbar ist der Kirchweg der Hofser, die durch den Hofserwald (hier als „Hoferwaedl“ bezeichnet) gehen mussten, der mit „k.“ (königlicher Besitz) markiert ist. An der Ostseite findet sich der noch heute existierende, vom Sodenbach durchflossene Fischweiher des Klosters (Flustück Nr. 125), den manche noch unter der Bezeichnung „Kunerth-Weiher“ kennen, da ihn die Eltern des Künstlers Diether Kunerth einmal besaßen.

1800 war mit der Gründung des Bureau topographique militaire de l'Armée (ab 1801 nach dem Abzug der Franzosen das Topographische Bureau) die amtliche Kartografie in Bayern begonnen worden, die erste bayerische Landesaufnahme erfolgte zwischen 1817 und 1872. Bayern war das erste Land Europas, das exakt vermessen wurde.
Aufgrund der Dateigröße wurde hier zunächst eine Webversion eingestellt, eine Version in Druckqualität (mit 300 dpi, 27,5 MB) finden Sie auf dem Reiter rechts unten.

Die Karten wurden von Peter Schwägele vom „Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung“ in Memmingen (vormals: Vermessungsamt) zur Verfügung gestellt.
Unter Beibehaltung der vielen Bleistift-Nachträge, teilrestauriert von Helmut Scharpf, 05/2020.

Eine Militärlandkarte von 1824 finden Sie hier. Bei Wikipedia finden sich interessante Ausführungen zur Geschichte der Topografie.

Bis zum Jahr 1876 hat sich von der Ortsausdehnung von Ottobeuren wenig verändert. Der Ortsplan von 1876 ist hier abrufbar.