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1900 – Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Haitzen


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Vor der Kulisse von Wolferts mit dem rauchenden Schlot der Ziegelei Eichele sieht man die – für damalige Verhältnisse geschickt einmontierte – Mannschaft der Feuerwehr Haitzen. Rechts oben erkennt man den Weiler Niebers, der damals noch zu Lachen gehörte. Die meisten der 42 abgebildeten Männer gehören der Feuerwehr an, links unten stehen vermutlich drei Vertreter der Gemeinde. Auf dem Stadel links erkennt man Schneereste, der Vordergrund ist gemalt. Bei dem Hauptgebäude in der Mitte dürfte es sich um die spätere Gastwirtschaft Steiner handeln, die später (nach Norden hin) deutlich vergrößert wurde.

Das Material der Feuerwehr ist bescheiden und besteht aus zwei Spritzenwägen (vermutlich aus den 1870er Jahren) und einer Leiter. Das großformatige Bild (23 x 29 cm) ist in einen – hier nicht abgebildeten – Schmuckrahmen (Urheber: Oscar Rommel) eingeklebt, auf dem der Leitspruch der Feuerwehr zu lesen ist: „Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr. Alle für Einen, einer für Alle.“ Das Foto steckt hinter einem Glasrahmen, der wiederum in einen Rahmen aus geschnitztem Kerbholz eingepasst ist.

Haitzen (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ortsteil von Bad Grönenbach) mit seinem zusammenhanglosen Gemeindegebiet, das sich von Boschach über Böglins bis nach Brüchlins und zum Schachen zog, hat mit der Gebietsreform von 1972 die Eigenständigkeit verloren und ist seitdem ein Ortsteil von Ottobeuren. Dennoch wurde auch im Jahre 2020 eine eigene Bürgerversammlung abgehalten, was auch für Betzisried und Guggenberg sowie Ollarzried gilt. Die alten Gebietsgrenzen können Sie auf einer Karte von 1897 abrufen.

Die Haitzener Feuerwehr (Kommandant Stefan Schneider) hat ihr Domizil heute im Ortsteil Leupolz.

Das Bild wurde stark nachbearbeitet. Sammlung Helmut Scharpf (02/2020)