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1974 – Kirchenmaler Ludwig Dreyer verstirbt  kleine Werkschau


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Ludwig Dreyer (*23.10.1898, Mussenhausen, †1974) hinterließ etliche Kunstwerke. Ein Werkverzeichnis hat er selbst keines angelegt, die hier eingepflegten Ölgemälde und Aquarelle zeigen gleichwohl eine große Bandbreite: monumentale religöse Szenen, Skizzen von Fresken, Portraits der Familie, Berglandschaften (eine echte Leidenschaft Dreyers), lokale Motive mit der Ottobeurer Basilika und dem Günztal, Kriegserlebnisse (hier: Radom in Polen 1940, das brennende Warschau am 3.8.1944).

Dreimal wurden seine Bilder im virtuellen Museum bereits thematisiert, die jetzt vorliegende Werkschau ergab sich durch den Tod von Josef Dreyer (Benningen), einem von sieben Söhnen (*1925, 26, 31, 34, 37, 41 und ?). Claudia Grunwald, Tochter von Josef und Enkelin des Kirchenmalers, wandte sich an den Kulturamtsleiter der Stadt Memmingen, Dr. Hans-Georg Bayer, der wiederum den Kontakt mit dem virtuellen Museum herstellte. Bei einem mehrstündigem Fototermin am 13.10.2022 wurden die in der Buchenstraße 9 und 11 vorhandenen Werke von Dr. Andreas Klemm professionell digitalisiert, ergänzt um zwei Werke, die sich noch heute im Haus des früheren Ateiliers Dreyers in der Klosterwaldstraße 15 in Ottobeuren befinden, bei Enkelin Elisabeth Grabher (Schwester von Frau Grunwald).

Bild der Fischteichanlage Ripfel 1937

Bauernhof von Johann Schmid in der Klosterwaldstr. 22 (ein Hochzeitsgeschenk Dreyers 1936)

Blick von Norden über das Günztal auf Ottobeuren (ca. 1936; Bild im Besitz der Fam. Dorer, Memmingen):

Die Formate und Bildbeschreibungen können Sie abrufen, indem Sie mit der Mouse über die kleinen Vorschaubilder fahren. Ohne Werkverzeichnis fehlen in den meisten Fällen Angaben zum Titel.

Die Familiengeschichte ist kompliziert. Ludwig Dreyer war dreimal verheiratet, es gab eine weitere Beziehung. Der berufliche Werdegang:
– 1913 -1916 Ausbildung bei einem Malergeschäft in Schongau
– 1916/17 als „Tüncher und Hilfsarbeiter“ tätig
– Gesellenprüfung 1918
– von 1918 bis 20 Maler
– ab 1923 „Geschäftsführender Meister im Kunstgewerbe“
– 1924 Meisterprüfung
In seinem Arbeitsbuch ist (in der Rubrik „Sonstige Fachausbildung“) darüber hinaus „Fresko-, Landschafts- und Portraitmalerei, Ornamente und fig. Fußarbeit“ angegeben.

Söhne: Ludwig jun., Hermann, Sigmund, Josef, Hans, ein namentlich nicht mehr bekannter Sohn, der in die USA auswanderte und Willy Reichert (Kunstmaler in Wasserburg am Inn). Mehr zur Biographie zu einem späteren Zeitpunkt!