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09.04.1879 – der Memminger Bote, Anton Peppel, verstirbt


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Das Sterbeandenken aus der Ottobeurer Buchdruckerei Ganser für Anton Peppel führt uns in eine Zeit, in der die Infrastuktur noch auf lokale und regionale Strukturen baute.

Welche Aufgaben Anton Peppel (*02.08.1818; †09.04.1879) als „Memminger Bote“ hatte, wird nicht erklärt. Im Ottobeurer Wochenblatt ist keine Artikel mit einem redaktionellen Nachruf erschienen, in Ausgabe 16 am 17.04.1879 war auf Seite 2 lediglich eine Danksagung abgedruckt (s. Anhang), in der es hieß:

Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während des Krankenlagers, sowie bei dem Leichenbegängnisse und bei dem Trauergottesdienste unseres lieben Gatten, Vaters, Schwiegervaters, Bruders u. Schwagers
Anton Peppel,
Memminger-Bote von hier,
sprechen wir allen Verwandten und Bekannten, sowie dem Hochw. P. Gottfried für die Krankenbesuche den innigsten Dank aus und bitten, dem Verstorbenen ein frommes Andenken zu bewahren.
Ottobeuren, den 17. April 1897.
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.

Der Tod von Anton Peppel wird in Ausgabe 19 am 08.05.1879 in der Sterbeanzeige der Pfarrei Ottobeuren für den Monat April nur aufgezählt, es wird aber keine Todesursache angeführt – dass z.B. die in der Danksagung erwähnte Krankheit benannt worden wäre. Eine Meldung über eine Neubesetzung als „Memminger Boten“ konnte bislang noch nicht gefunden werden.

Die Rückseite zeigt einen Stahlstich, auf dem der hl. Benedikt abgebildet ist (Druck von „Serz's Kunstanstalt“, Nürnberg).

Elisabeth Keidler hat uns die Devotionale (Originalgröße ca. 11,5 x 8 cm) dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Die Familie ihres Schwiegervaters ist mit Peppel verwandt.