06.07.1924 – Festzug zur Einweihung des Kriegerdenkmals
Titel
Beschreibung
An den schieren Menschenmassen erkennt man, dass der sechste Juli 1924 ein besonderer Tag war: Der Veteranenverein Ottobeuren feierte sein 50jähriges Bestehen, gleichzeitig wurde das neue Kriegerdenkmal eingeweiht, das an die Gefallenen des 1. Weltkriegs erinnern sollte.
Das Thema wurde im virtuellen Museum bereits aufgegriffen, in einer Zigarrenkiste sind im März 2026 vier weitere Fotos aufgetaucht. Das erste Foto zeigt die Ansprache von Pater Thomas Plersch (1885 - 1957), er steht – mit ausgestreckter linker Hand – links oben an der Balustrade des von Hans Faulhaber aus Würzburger Muschelkalkstein geschaffenen Denkmals. Kurz zuvor hatte Abt Maria Einsiedler nach dem Gottesdienst in der Basilika das Denkmal offiziell eingeweiht.
Die weiteren Fotos zeigen den Festzug, der – laut Programmblatt – um 14 Uhr begann und am Marktplatz seinen Wendepunkt hatte. Die handschriftliche Nummerierung (2, 10, 11 und 17) auf der Rückseite deutet auf eine Bilderserie hin, die der Veteranenverein im Anschluss an den Festtag herausgab; Bild 17 zeigt den Abschluss des Festzuges.
Das erste Foto wurde bereits aufwändig digital restauriert, von den übrigen drei kann hier zunächst nur der Scan abgerufen werden.
In den Jahren 1923 und 24 kam es zu einer ganzen Welle an Einweihungen von Kriegerdenkmalen; Pater Thomas Plersch hatte erst eine Woche zuvor das Kriegerdenkmal in Sontheim eingeweiht.
Eine Fundstelle aus dem Ottobeurer Tagblatt (=Memminger Volksblatt) Nr. 139 vom 17.06.1916, S. 2:
Ottobeuren. Auszeichnung. Der Hochw. Herr Pater
Thomas Plersch, welcher bereits mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. u. mit dem Militärverdienstorden 4. Kl. ausgezeichnet wurde, erhielt am 5. Juni für seine vorbildliche, aufopfernde seelsorgliche Tätigkeit in vorderster Linie, ungeachtet des schwersten feindlichen Feuers, das Eiserne Kreuz 1. Klasse. — Wir wünschen dem ausgezeichneten Landsmann eine glückliche Heimkehr!
Eine Chronologie des neuen Kriegerdenkmals (einschließlich der Einweihung am neuen Standort an der südwestlichen Klostermauer am Volkstrauertag am 13. November 1966) findet sich im Buch „Ottobeuren vor 50 Jahren“ auf den Seiten 62 - 66.









